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Jungs brauchen Förderung.
Zwei Drittel aller Schulabbrecher und drei Viertel der Sonderschüler sind männlich. Jungen, insbesondere aus bildungsfernen, sozial schwachen und aus Familien mit Migrationshintergrund haben ein hohes Risiko, in unserem Bildungssystem zu scheitern.

Freiwilliges Engagement bei Jugendlichen fördert die sozialen Kompetenzen, stärkt das Verantwortungsgefühl und vermittelt das gute Gefühl, etwas Positives zu bewirken. Durch ein Engagement im sozialen Bereich lernen Jungs durch praktische Erfahrungen und unmittelbares Erleben ihre persönlichen Stärken kennen. Sie machen neue Erfahrungen und knüpfen Kontakte, oft generations- und kulturübergreifend. Ihre Persönlichkeitsentwicklung wird gefördert, und sie leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, in sie sie zunehmend integriert sind. Ein Freiwilligendienst ist ein Bildungsdienst.

Jungs in der Kita

Die Zivilgesellschaft braucht die Jungs.
Mit ihrem freiwilligen sozialen Engagement leisten die Jungen einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag. Sie helfen alten Menschen am Computer, erledigen kleinere Aufgaben, schenken ihnen einen Teil ihrer Zeit. Sie sind im Krankenhaus im Einsatz und unterstützen die KrankenpflegerInnen. Sie sind in der Kindertagesstätte im Einsatz und spielen mit den Kindern oder lesen ihnen vor. Für die Menschen in den Einrichtungen sind die vielen positiven Erfahrungen, die sie mit den sozial engagierten Jungs machen, eine Bereicherung.

 

Jungs entdecken neue Möglichkeiten
Kita-Plätze sollen ausgebaut werden. Es mangelt an ErzieherInnen, vor allem an männlichen. Wie wichtig die Präsenz von Männern gerade für die Mädchen und Jungen nicht nur zur Rollenidentifikation in der Elementarstufe ist, ist mittlerweile wohl bekannt. Dennoch beträgt der bundesweite Anteil männlicher Erzieher in Deutschland nicht einmal 5%.
Nicht viel anders sieht es in der Pflege aus. Die demografische Entwicklung zeigt, dass es zukünftig immer mehr alte und pflegebedürftige Menschen geben wird. Damit einher geht ein enorm wachsender Bedarf an AltenpflegerInnen. Auch hier sind mehr Männer gefragt.

 

Tradierte Rollenvorstellungen schränken das Blickfeld ein
Doch soziale Berufe gelten traditionell als weiblich. So kommen Jungen erst gar nicht auf die Idee, ein Praktikum oder gar eine Ausbildung in einem sozialen Berufsfeld zu beginnen. Ihre Kenntnisse über Tätigkeiten in sozialen Berufen sind gering. Sie übernehmen stattdessen das oftmals einseitig negativ vermittelte gesellschaftliche Bild sozialer Berufe (schlechte Bezahlung, schwere Arbeit, wenig Anerkennung), ohne ihre Vorstellung revidieren zu können.

 

Freiwilliges Engagement für Jungs
Jungen müssen, anders als Mädchen, an ein freiwilliges Engagement im sozialen Bereich herangeführt werden, da ein solches Engagement für Jungen oftmals weiblich konnotiert ist.
Als sogenannte Schlüsselkompetenzen sind die erworbenen Fähigkeiten auch am Arbeitsmarkt gefragt. Gerade bildungsbenachteiligte Jungen erfahren im Freiwilligendienst bewusst einen persönlichen Kompetenzzuwachs und stärken ihr Selbstwertgefühl. Ihre persönliche Motivation und ihre Chancen für einen Ausbildungsplatz werden erhöht.

Neben dem Zuwachs an sozialen Kompetenzen erwächst für Jungen auch die Möglichkeit, neue Perspektiven für sich auszumachen.

Ein Projekt, das sich für alle lohnt und zudem auch noch nachhaltig ist.

 

linkDas Projekt "Soziale Jungs" - Darstellung
linkWarum das Projekt sinnvoll ist
linkDie Ziele
linkWas leistet die Transferagentur?